Wie gehst du aktuell mit deinen Herausforderungen um?
So funktioniert’s:
3. Werte dein Ergebnis aus.
1. Kognitive Klarheit
In stabilen Phasen läuft Denken fast nebenbei. Du weißt, was wichtig ist, kannst Entscheidungen treffen und fühlst dich innerlich einigermaßen sortiert – selbst wenn viel los ist.
In einer Krise verändert sich das spürbar. Dein Kopf ist ständig beschäftigt, aber nicht mehr klar. Gedanken drängen sich auf, widersprechen sich, drehen Schleifen. Selbst einfache Entscheidungen fühlen sich plötzlich groß an. Du weißt, dass etwas entschieden werden müsste – aber nicht wie. Oder du triffst Entscheidungen, nur um sie kurz darauf wieder infrage zu stellen.
Viele beschreiben es so: „Ich denke ununterbrochen – aber ich komme zu keinem Ergebnis.“
Oder: „Ich funktioniere irgendwie, aber innerlich fühlt sich alles chaotisch an.“
In Krisen geht kognitive Klarheit oft als Erstes verloren. Nicht, weil du schwach bist oder falsch denkst, sondern weil dein System unter Daueranspannung steht. Der Fokus verengt sich, Prioritäten verschwimmen, und selbst vertraute Aufgaben fühlen sich plötzlich anstrengend oder unübersichtlich an. Statt einen klaren Weg zu sehen, erlebst du ein inneres Nebelgefühl: viel Denken, wenig Orientierung.
Typische Alltagssignale die Belastungen zeigen:
- du springst zwischen Aufgaben hin und her, ohne innerlich zur Ruhe zu kommen
- Entscheidungen werden aufgeschoben oder immer wieder neu durchdacht
- selbst kleine Aufgaben fühlen sich unverhältnismäßig schwer an
- dein Denken kreist, ohne zu einem klaren Schluss zu kommen
klar und fokussiert
Ich behalte auch bei viel Trubel den Überblick, und kann Prioritäten setzen und Entscheidungen mit Ruhe treffen. Mein Denken ist geordnet und zielgerichtet.
etwas unruhig - handlungsfähig
Ich merke, dass mein Kopf voller wird und Entscheidungen mehr Energie kosten. Trotzdem behalte ich meist die Richtung, auch wenn es etwas anstrengender ist.
Fokus bricht langsam weg
Ich springe zwischen Aufgaben, verliere den roten Faden oder schiebe Entscheidungen vor mir her. Ich funktioniere zwar, aber alles fühlt sich durcheinander und unklar an.
Überforderung im Kopf
Ich kann kaum noch denken oder entscheiden. Mein Kopf ist laut, unruhig und überfordert. Ich habe das Gefühl, nichts mehr richtig erfassen zu können oder ständig etwas zu vergessen.
2. Emotionale Stabilität
In krisenhaften oder dauerhaft belastenden Phasen verändert sich genau das. Gefühle kommen schneller, intensiver und bleiben länger. Du bist innerlich angespannt, selbst wenn äußerlich gerade nichts Dramatisches passiert. Kleinigkeiten reichen aus, um dich aus dem Gleichgewicht zu bringen. Vielleicht bist du schneller gereizt, schneller verletzt oder merkst, dass dich Dinge emotional stärker treffen als früher.
Viele beschreiben es so: „Ich bin dauernd innerlich auf Alarm.“
Oder: „Ich weiß, dass ich überreagiere – aber ich kann es nicht stoppen.“
Unter Dauerstress steht dein Nervensystem ständig unter Strom. Ruhe fühlt sich dann nicht mehr selbstverständlich an, sondern fremd oder unerreichbar. Selbst in Momenten, in denen du eigentlich entspannen könntest, bleibt innerlich eine Grundanspannung. Abschalten gelingt kaum, Erholung fühlt sich unvollständig an.
Typische Alltagssignale die Belastungen zeigen:
- Kleinigkeiten bringen dich schnell aus dem Takt
- deine Stimmung schwankt stärker oder unvorhersehbarer
- innere Ruhe stellt sich nur schwer oder gar nicht mehr ein
innerlich ruhig + ausgeglichen
Ich kann mich nach Stress oder Ärger schnell wieder fangen. Ich fühle mich stabil und kann auch bei Herausforderungen ruhig bleiben.
Angespannt aber Stabil
Ich merke, dass ich öfter angespannt oder unruhig bin, finde aber Wege, mich wieder zu beruhigen – durch Gespräche, Bewegung oder Pausen.
anhaltende innere Unruhe
Ich bin oft aufgewühlt, reagiere emotional stärker als sonst und brauche lange, um wieder zur Ruhe zu kommen. Manchmal fühle ich mich der Situation emotional ausgeliefert.
dauerhaft überreizt
Ich fühle mich innerlich ständig angespannt oder gereizt, habe Mühe zu schlafen oder überhaupt herunterzufahren. Schon kleine Konflikte oder Anforderungen bringen mich aus dem Gleichgewicht.
3. Handlungsfähigkeit
Handlungsfähigkeit beschreibt das innere Gefühl, Einfluss nehmen zu können – auch dann, wenn die Situation schwierig ist. In stabilen Phasen heißt das: Du tust, was nötig ist, selbst wenn es unangenehm oder anstrengend ist. Du kommst ins Handeln, korrigierst unterwegs und behältst das Gefühl, dein Leben aktiv mitzugestalten.
In Krisen verändert sich genau dieses Erleben. Du weißt oft sehr genau, was eigentlich sinnvoll wäre – aber es fühlt sich innerlich blockiert an. Entscheidungen werden vertagt, Schritte aufgeschoben, Aufgaben innerlich immer größer. Nicht, weil sie objektiv zu viel wären, sondern weil dein System in einen Zustand des Stillstands gerutscht ist.
Viele beschreiben das so: „Ich komme einfach nicht ins Tun.“
Oder: „Alles fühlt sich anstrengend an, noch bevor ich angefangen habe.“
Unter anhaltendem Stress oder Überforderung schaltet das System häufig vom Handeln ins Überleben. Energie wird zurückgehalten, der Handlungsspielraum fühlt sich immer enger an. Je länger dieser Zustand anhält, desto stärker entsteht das Gefühl von Ohnmacht: Du reagierst nur noch, statt aktiv zu gestalten. Das verstärkt wiederum das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren.
Typische Alltagssignale die Belastungen zeigen:
- wichtige Dinge werden immer wieder aufgeschoben, obwohl der Druck steigt
- selbst kleine Aufgaben fühlen sich schnell überfordernd an
- du hast das Gefühl, kaum noch echten Handlungsspielraum zu haben
aktiv und lösungsorientiert
Ich gehe Herausforderungen direkt an, finde Wege und bleibe auch bei Rückschlägen handlungsfähig. Ich habe das Gefühl, selbst gestalten zu können.
aktiv aber schwankend
Ich erledige vieles, brauche aber manchmal Überwindung, anzufangen. Wenn etwas nicht sofort klappt, lasse ich mich kurz ausbremsen, finde aber meist wieder in die Spur.
blockiert und kraftlos
Ich weiß, was getan werden müsste, schiebe es aber vor mir her. Der Gedanke an Aufgaben löst Druck oder Müdigkeit aus. Ich fühle mich oft, als würde ich feststecken.
Handlungs-stillstand
Ich habe das Gefühl, gar nichts mehr hinzubekommen. Selbst kleine Dinge überfordern mich. Ich bin erschöpft, antriebslos oder fühle mich innerlich „abgeschaltet“.
4. Selbstführung & Energie
Selbstfürsorge bedeutet nicht Wellness oder Egoismus. Sie zeigt sich darin, wie du im Alltag mit deiner Energie umgehst. In stabilen Phasen spürst du deine Grenzen, reagierst darauf und sorgst automatisch für Ausgleich. Du isst, schläfst, pausierst – nicht perfekt, aber ausreichend. Dein System bekommt regelmäßig, was es braucht, um belastbar zu bleiben.
In längeren Stress- oder Krisenphasen verändert sich das oft schleichend. Du funktionierst. Du hältst durch. Bedürfnisse werden nach hinten geschoben, weil gerade „keine Zeit“ ist oder andere Dinge wichtiger erscheinen. Anfangs geht das noch. Doch mit der Zeit sinkt die Energie, ohne dass du genau sagen könntest, wann oder warum.
Viele merken es erst spät: „Ich bin müde, selbst nach dem Schlafen.“
Oder: „Ich weiß, dass mir Pausen guttun würden – aber ich nehme sie mir nicht.“ Unter Dauerbelastung wird Selbstfürsorge oft als Luxus empfunden. Grenzen werden übergangen, Erholung bleibt oberflächlich, und das Nervensystem bleibt dauerhaft angespannt. Die Folge ist nicht nur körperliche Erschöpfung, sondern auch ein Verlust an Freude, Motivation und innerer Stabilität.
Typische Alltagssignale die Belastungen zeigen:
- du isst unregelmäßig oder nebenbei, ohne richtig wahrzunehmen, was du brauchst
- du schläfst zu wenig oder kommst trotz Schlaf nicht richtig zur Ruhe
- du sagst zu selten Nein und gehst regelmäßig über deine Grenzen
- du nimmst dir kaum noch Zeit für Dinge, die dir guttun oder dir Energie geben
ausgeglichen und achtsam
Ich kenne meine Grenzen, plane bewusst Pausen ein und tue regelmäßig etwas, das mir Kraft gibt – Bewegung, Ruhe, Austausch, Natur. Ich merke, wenn ich müde werde, und reagiere darauf.
funktionierend - leicht erschöpft
Ich halte durch, auch wenn ich müde bin. Pausen kommen oft zu kurz, aber ich habe meine Stabilität noch im Griff. Ich merke, dass ich auftanken müsste, verschiebe es aber häufig.
deutliche Erschöpfung
Ich fühle mich ausgelaugt, bin gereizt oder unkonzentriert. Ich weiß, was mir guttun würde, aber ich finde kaum Zeit oder Motivation dafür.
leer und am Limit
Ich bin körperlich und emotional erschöpft. Selbst Erholung hilft kaum noch. Ich funktioniere nur noch und habe das Gefühl, auf Reserve zu laufen.
Auswertung
2. Lies dir deine persönliche Auswertung durch und entdecke was du im Moment am meisten brauchst.
Wichtig: Der Selbsttest ersetzt keine Diagnose. Wenn du dich in einer seelischen Notlage befindest, wende dich bitte an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 oder im Notfall an den Rettungsdienst unter 112.
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